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Politische Bildung
Partizipation, Mitbestimmung und kritisches Denken bei Kindern und Jugendlichen zu fördern steht in den meisten Schulen auf dem Lehrplan. Mindestens einmal die Woche wird ein Fach angeboten, welches das Verständnis für Politik und funktionierende Demokratie vermitteln soll. Trotzdem scheint es als wenn es immer weniger Jugendliche gibt, die sich für politische Bildung interessieren. Es stellt sich die Frage, ob dieser Bildungsstrang an den Schulen zu kurz kommt oder ob die Inhalte des Lehrplans nicht angemessen auf aktuelle Situationen und die Interessen der Kinder und Jugendlichen reagieren.
Vermutlich kommen hier beide Aspekte zum tragen. Junge Menschen interessieren sich oft nicht für trockene Theorie.
Demokratie muss erlebbar gemacht werden und dafür muss man Raum und Zeit in den Lehrplänen schaffen. Aber auch die Eltern oder Freizeiteinrichtungen, wie Sportvereine sollten besonderen Wert darauf legen, dass hier ein Verständnis für Demokratie, Toleranz und ein Miteinander weiter entwickelt wird. Wenn diese Aspekte zu kurz kommen, kann die Wahrnehmung für Realität und das eigene Weltbild sich stark entfremden. Oftmals halten sich jungen Menschen dann an Extremen, wie beispielsweise rechter Ideologie oder Gewalt, fest. Hier werden einfache Antworten auf komplizierte Fragen gegeben und dem Menschen kommt in der Gesellschaft eine scheinbar wichtige Rolle zu. Aber auch komplettes Desinteresse können Auswirkung von zu wenig politischer Bildung sein.
Um solche Abweichungen bei Kindern und Jugendlichen zu vermeiden, sollte auf allen Erziehungsebenen einer Förderung von politischer Bildung und kritischem Denken bei den Heranwachsenden eine besondere Bedeutung zukommen. Ein funktionierende Demokratie braucht Partizipation und Mitbestimmung, auch von jungen Menschen. Dazu müssen Rahmenbedingen geschaffen werden, die das politische Engagement und persönlichen Interessen der Teenager unterstützt.
Wichtig ist, dass demokratische Grundrechte in ihren unterschiedlichsten Formen bereits in frühen Jahren für Kinder und Jugendliche erfahrbar gemacht werden. Ein bedeutender Aspekt sind dabei die eigenen Interessen Heranwachsenden. Ob Musik, Kunst, Graffiti, Sport, Design oder das Schreiben von Texten: Alles kann politisch sein und sollte bei der politischen Bildung durch Schule, Eltern und Freizeiteinrichtungen berücksichtigt werden. Seminare, Workshops oder Wettbewerbe bei denen sich junge Menschen in geschütztem Raum aktiv mit einbringen können und sie lernen ihre Talente politisch zu nutzen, können ein Verständnis für politische Bildung und Demokratie ebenfalls fördern.
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